Südsee-Camp und Campingpark Kalletal 2022_07 und 08

Es ist endlich soweit.

Abfahrt.

Martina und ich fahren zu Kai-Uwe und sammeln dann noch Lea und Fila ein. Beide sind in nicht sooo guter Stimmung. Die Eine verabschiedet sich 3 Wochen lang von ihrem Freund, die Andere hasst Autofahren.

Aber, wir haben eh keine Wahl. Morgen rücken nämlich die Handwerker an und reißen unser Bad ab. Es kommt wirklich alles raus. Fliesen von Boden und Wänden, die Holzdecke und sämtliches Interieur. Die gesamte Sanierung wird etwas über 4 Wochen dauern. Verabredungsgemäß sollten zu unser Rückkehr zumindest Toilette und Waschgelegenheit benutzbar sein. Wir werden sehen…

Kaum auf der Autobahn weist unser Navi auf die üblichen Verkehrsbehinderungen bei HH-Moorflet hin. 15 Minuten Extra-Zeit. Na, geht ja noch.

Allerdings – kurz bevor wir das Ende des zäh fließenden Verkehrs erreichen, erhöht sich die Zeit auf 1 Stunde. Passenderweise ertönt in diesem Moment der Verkehrsfunk und bestätigt die Misere auch noch. Kotz!

Ein wirklicher Grund für den Rückstau ist in der ganzen Zeit des Schneckentempo-Fahrens mal wieder nicht auszumachen. Gibt es so viele Leute, die es nicht hinbekommen, sich bei den Autobahnkreuzen richtig einzuordnen? Einige Pappenheimer lassen teilweise zum Vordermann auch erhebliche Lücken klaffen, was den Rückstau noch Futter gibt.

Was solls. Wir haben Urlaub. Ruhig atmen, innerlich sterben und die Sonntagsfahrer zum Teufel wünschen.

Endlich geht es wieder zügiger voran. Kai-Uwe läuft brav hinterher und so sind auch Tempo 100 ohne schlingern oder schaukeln gut möglich. Glücklicherweise haben wir es ja nicht weit und kommen schon bald beim Südseecamp an.

Unsere Parzelle ist im Bereich des Sommerlands und so nehmen wir die zweite Platzzufahrt. Im Vorwege erhielten wir per Post bereits die Zutrittskarte für die Schranke übersandt und können so gleich auf den Platz fahren. Im Schwedenring, Platz 73 R, endet dann die Reise.

Der Name des Platzabschnittes ist Programm. Wir haben leider keinen schattenspendenden Baum auf dem Platz. Nur der kleine Baum gegenüber versorgt uns am späten Nachmittag mit etwas Schatten, wenn die Sonne schon tiefer steht. Da wir auch über 30 Grad haben, läuft mir beim Aufbau das Wasser auch nur so runter.

Unsere Parzelle hat aufgrund der Trockenheit schon sehr gelitten. Auch sind deutlich die Bereiche zu erkennen, bei denen Teppiche oder gar Planen verwendet wurden. Eine kleine Steppe. Als der Wohnwagen in Position ist, sagt Tina mir, dass sie jetzt den Mover von den Rädern nimmt. Prompt fängt der Wohnwagen an leicht zu rollen. Ich bin erst völlig perplex und Tina ruft mir „Handbremse!“ zu. Hups, da war ja was.

Wir nutzen dann noch eine unser Unterlegplatten für die Stützen und movern einen Reifen darauf, um den Höhenunterschied in der Längsachse auszugleichen. Strom- und Wasseranschluss sind dicht bei – passt.

Unsere Nachbarn neben uns reisen auch noch an. Ich helfe fix beim Rangieren des Wohnwagens und auch der Nachbar von gegenüber packt mit an. So soll das sein. Wie sich herausstellt, ist unsere Nachbarin im Tierschutz tätig und so war natürlich schnell ein Thema gefunden.

Wir lassen den Abend mit einem leckeren Essen ausklingen, genießen noch eine erholsame Dusche und fallen dann in die Betten. Geschlafen haben wir alle wie ein Stein.

Der nächste Tag wird noch einmal richtig heiß.

Unsere Urlaubsroutine startet. Eine(r) geht die morgendliche Gassirunde mit Fila, der andere macht die Frühstücksvorbereitungen. Wir lassen den Tag herrlich entspannt angehen.

Auch Lea wird irgendwann wach, so gegen Mittag…

Heute wollen die Damen noch zum nächsten Supermarkt und ein paar Sachen einkaufen.

Die Abfahrt verzögert sich etwas. Die letzte, freie Parzelle gegenüber wird nun auch belegt.

Leider hat der Fahrer des Gespanns die Kurve etwas zu eng genommen und kommt mit seinem Wohnwagen nicht mehr weiter – zumindest nicht ohne einen Teil der Hecke auszuwurzeln. Mehrere neue Ansätze bringen ihn auch nicht weiter. Ich gehe zu ihm und schlage vor, den Wohnwagen abzukuppeln und ihn einfach auf die Parzelle zu schieben. Gesagt, getan. Zwei weitere Nachbarn stehen auch gleich parat um zu helfen.

Die Aktion ging auch fix von statten. Die Parzelle war dann jedoch noch unebener als unsere. Der Wohnwagen soll also auf einen Keil. Ohne Zugfahrzeug oder Mover schon eine Herausforderung. Nach dem gefühlt 20igsten Anlauf hat es dann aber geklappt. Das Familienoberhaupt wollte dann gleich für die Helfer die Kühltruhe plündern. Da jedoch die Enkel und Familie langsam nölig wurden, schlugen wir vor, erst einmal den Restaufbau zu machen. Das Getränk holen wir dann nach, was wir auch in netter Runde am nächsten Tag gemacht haben.

Als meine Mädels vom Einkaufen zurück sind, erzählten sie, dass in Sachen Getränke der Supermarkt total ausgeplündert war. Einer der Angestellten bat ständig die Kundschaft um Entschuldigung, da keine Nachlieferung gekommen war. Sicher eine Auswirkung der hohen Temperaturen in den letzten Tagen.

Da Regen mit Gewitter für abends angesagt ist, sieht man an vielen Plätzen, wie das Hab und Gut ins Vorzelt verstaut wird. Bis auf ein paar Tropfen und ein bisschen Donnergrollen war jedoch dann nicht viel los.

Lea begleitet uns auch auf die eine oder andere Gassirunde, was wir sehr schön finden. Abends nach dem Essen (es gab Wraps -lecker!) wird dann mal wieder „Wizzard“ herausgeholt. Muddi beweist das beste taktische Geschick und gewinnt.

Der nächste Tag hatte dann doch etwas Regen im Gepäck. Nachdem Motto: kurz und etwas heftiger kamen ein paar ordentliche Schauer runter. Da der Boden so ausgedörrt ist, nimmt er auch kein Wasser auf. So bildeten sich dann im Vorzelt kleine Pfützen – oder wie in unseren Fall kleine Matscheflecke, da sich unter unserem Vorzeltteppich fast nur noch dunkle Erde befindet. Der Spuk war aber schnell vorbei und auch der Teppich trocknete wieder. Der Dreck ließ sich dann gut raus fegen.

Meine Damen machten heute einen „Ausflug“ zum Outlet-Center in Soltau….. auch eine Art von Erholung, allerdings nicht für unseren Geldbeutel.

Fila und ich gingen die Runde um den Platz, entlang beim Hochseilgarten. Dort befindet sich auch der Hundeplatz mit ein paar Agility-Hindernissen. Da Fila sich nicht so gut mit anderen Hunden in der Regel versteht, schauen wir uns den noch einmal an, wenn weniger los ist.

Danach machen Fila und ich erst einmal Siesta und schnarchen um die Wette.

Später setzen wir uns etwas raus. Während Fila weiter im Chil-Modus ist, nutze ich die Gelegenheit mal wieder zu lesen und die Seele baumeln zu lassen. Für die Leseratten: „Der Donnerstagsmordclub“ ist eine seichte, kurzweilige Lektüre, die sich prima dafür eignet.

Meine Mädels kehren zurück und haben HUNGER. Ja, shoppen macht hungrig.

Passenderweise gibt unser Topf den Geist auf. Kurzerhand springen Lea und ich ins Auto und fahren zum Campingausstatter, der nicht weit entfernt ist. Die Auswahl ist überschaubar, aber für einen Topf reicht es dann doch noch.

Abends spielt die Damen-Nationalmannschaft im Halbfinale gegen Frankreich. Nach einem spannenden Spiel ziehen die Damen ins Finale ein. Sehr gut.

Die nächsten Tage plätschern vor sich hin. Ben, Leas Freund, kommt uns am Samstag noch besuchen. Die Beiden haben ihr 9-monatiges Jubiläum. Als wir ihn abends wieder zur Bahn bringen, ist natürlich bei ihr die Stimmung im Keller….

Samstag ist auch der Tag, wo wir wieder abbauen. Das Wetter spielt mit und wir können alles trocken verstauen. In der kommenden Nacht zeigt sich, dass der Abbau am Vortag der Abreise wieder goldrichtig war. Abends setzt nämlich noch einmal ordentlich Regen ein, der mich dazu veranlasst die Dachluken ganz dicht zu machen, da er mit lautem Getöse auf den Wohnwagen trifft. Ein Nebeneffekt ist außerdem, dass die partywilligen Leute, die vor dem großen Veranstaltungszelt stehen, um mit ihren Kindern zunächst zur Mini-Disko zu gehen und später selbst über die Tanzfläche zu jetten, sich schnell ins Zelt begeben oder das Weite suchen. Die Stimmung des Partyvolks schwappte über den Platz zu uns herüber. Nun kehrt, früher als gedacht, Ruhe ein.

Hier noch ein paar Bilder vom Platz:

DCIM100MEDIADJI_0102.JPG
DCIM100MEDIADJI_0103.JPG
DCIM100MEDIADJI_0104.JPG
DCIM100MEDIADJI_0105.JPG
DCIM100MEDIADJI_0106.JPG
DCIM100MEDIADJI_0107.JPG

Sonntag verstauen wir dann die restlichen Sachen und machen uns gemütlich um 11:30 Uhr auf zum nächsten Platz. Staus sind nicht zu erwarten und so kommen wir gut durch und beim Platz an. Ach ja, obwohl unser Navi meinte, wir sollen von der Landstraße rechts abfahren, meinte meine Frau, ich solle geradeaus weiterfahren. So verpassten wir die Abfahrt zum Platz. Das Navi machte dann aber fix eine Neuberechnung und fuhr mit uns eine Schleife, sodass wir von der anderen Seite zum Platz gelangten. Auf dem Weg dorthin wurde meiner Holden etwas mulmig, da wir eine Passage gefahren sind mit ordentlich Steigung und – auf der anderen Seite – wieder Gefälle. Ihr wurde ganz anders und meinte: „Das ist ja wie Achterbahn fahren….“. So ruhig habe ich meine Frau in letzter Zeit nicht erlebt. 🙂

Wir können dank Kennzeichenerkennung durch die Schranke auf den Platz herauffahren. Martina steigt mit Fila aus, die immer dankbar ist, wenn die Autofahrt ein Ende hat. Sie machen für uns den Einweiser und laufen vor. Die Zuwege sind nicht ganz so komfortabel, wie auf dem Südseecamp und an der letzten Kurve zu unser Parzelle wurde es ganz schön eng. Aber, alles gut gegangen. Für diejenigen, die nicht bereits via Kennzeichenerkennung auf den Platz können, gibt es im Bereich vor der Schranke eine Anfahrtspur. Der Parkplatz des Campingplatzes ist ebenfalls vorgelagert, auch dort kann man sich gut an die Seite stellen, ohne andere zu behindern.

Wir hatten schon eine Idee, wie wir den Wohnwagen platzieren wollen – und die Platzverhältnisse lassen dies auch zu. Der Wohnwagen wird ausgerichtet, der Strom angeschlossen und das Vorzelt eingezogen. Dieses Mal benutzen wir zum ersten Mal unsere Anbauerweiterung, welche rechts am Vorzelt per Reißverschluss angedockt wird. So haben wir eine Wohnraumerweiterung, bzw. einen Platz, wo man Getränke etc. lagern kann. Die Erweiterung dient dann auch als Eingangsbereich zum Vorzelt. Durch die ursprüngliche Vorzeltwand hat man auch gleich einen abgetrennten Bereich. Wir stellen fest: prima.

Unsere Parzelle ist wirklich riesig. Wir haben einen XL-Platz, auf dem wir uns schön ausbreiten können. Beim Aufbau kommen ein paar Regentropfen herunter, was sich aber zum Glück nicht zu einem konstanten Regen ausbildet.

Sobald Vorzelt und Anbau aufgepumpt sind, erfolgt wieder die klassische Arbeitsteilung. Ich sorge für das Abspannen des Vorzelts und Martina kümmert sich ums Interieur. Die Schraubheringe kämpfen mit dem Boden, der mit Steinen durchsetzt ist. Ich bekomme nur die kurze Variante einigermaßen verbaut. Die großen Alu-Schraubheringe für die Sturmbänder bekommt man gar nicht in den Boden gedreht. Naja, Sturm ist ja auch nicht zu erwarten. Der Parzellenboden ist minimal abschüssig und ansonsten wesentlich grüner als der Platz im Südseecamp. Ich orakel mal, dass wir bei Regen nicht das Wasser im Vorzelt stehen haben.

Als wir mit dem Aufbau fertig sind, gehen wir zur Rezeption, um uns anzumelden. Fila nehmen wir gleich mit, damit sie auch etwas Bewegung erhält. Die Dame an der Rezeption ist außerordentlich nett und gibt mir die notwendigsten Infos zum Platz. Prima, so soll es sein. Als ich beim Südseecamp an der Rezeption war, um zu fragen, wieviel Amper unsere Stromleitung beinhaltet, hat sich der Angestellt nur gefreut, als ich auf 10 Amper erhöht habe (Standard sind 6 Amper; „das kostet aber extra“).

Ich bestelle gleich Brötchen für den nächsten Tag, die am nächsten Morgen im Minimarkt abgeholt werden können.

Der Platz und die Umgebung sind schön grün. So gefällt uns das sehr. Wir beschließen mit der Erkundung erst morgen zu starten, denn die deutsche Frauennationalmannschaft will heute Europameister gegen England werden. Das Spiel ist spannend. Leider unterliegt die Mannschaft in der Verlängerung den Engländern. Egal. Mädels, ihr habt ein spannendes Turnier geboten – toll!

Wir hätten euch den Sieg sehr gegönnt.

Kaputt fallen wir später in unsere Betten.

Beim Frühstück am nächsten Tag, können wir schon mal ein paar Erkenntnisse gewinnen:

  1. Die Brötchen schmecken prima
  2. Es gibt hier wesentlich weniger Wespen, als auf dem Platz des Südseecamps. Während uns die Viecher beim Südseecamp ganz schön genervt haben, reicht es hier aus, den vereinzelten, unliebsamen Gästen eine Alternative hinzustellen, an der sie sich gütlich tun können.

Unsere Parzelle ist wirklich groß. Hier passen locker zwei Wohnwagen mit Vorzelt drauf. Unser Platz liegt an der Zuwegung von den Miet-Chalets, durch eine Hecke getrennt. Irgendwer hat ein Loch in die Hecke gemacht. Wahrscheinlich, um so besser zum alternativen Sanitärhaus zu kommen. Da die Zuwegung von den anderen Wohnwagenparzellen bei uns endet, hat dies zur Folge, dass immer mal wieder Leute meinen, die „Abkürzung“ auch nutzen zu wollen. Anstelle außen herum zu gehen, latschen diese Einzeller einfach über unsere Parzelle. Nennt mich ruhig Spießer, aber ich latsche bei den Leuten zu Hause doch auch nicht über deren Vorgärten oder Terrassen, um einen Weg abzukürzen.

Als mal wieder zwei junge Herren mit Bollerwagen und Bier in der Hand auftauchen und fragen: „Passt der Bollerwagen da durch?“, setzt es bei mir fast aus. Unseren Wäscheständer hatten wir eh schon in der Ecke aufgebaut. Jetzt stellen wir noch das Auto davor. So ist zumindest das Hecken-Loch nicht vom Weg aus zu sehen.

Auch unsere Parzellennachbarn haben nicht den Ehrgeiz ihren Kindern beizubringen, dass sie auf fremden Parzellen nichts zu suchen haben. Wenn die Kinder Fangen spielen und über die Parzelle laufen – stört mich nicht. Wenn sie Federball spielen und dabei auf die Parzelle kommen – so what. Aber wenn ich die beiden Knirpse sehe, wie sie an unsere Heckengrenze zu unserem anderen Nachbarn gehen, sich dort ihrer Hose und Unterhose entledigen wollen, um dort ihre Notdurft entrichten zu wollen – ja, dann schreite ich doch ein. Beleidigt ziehen die Beiden ab, um Mama zu erzählen, dass sie nicht dort rüber dürfen.  Wäre Mama zu mir gekommen, hätte ich ihr auch freundlich klargemacht, dass ihre Kinder gerne auf ihrer eigene Parzelle kacken dürfen….

Obwohl – das wäre schwierig gewesen. Auch die Familie steht auf einem XL-Platz, hat es aber geschafft, diesen mit Wohnwagen, Vorzelt, einem erweiterten Sonnendach, noch ein Zelt und zwei Autos (eines mit Dachzelt-Aufbau) komplett vollzustellen.

Bei den Sanitärhäusern haben wir je einen Raum mit Waschmaschinen gesehen. Da wir unseren Klamottenbestand mal wieder aufstocken müssen, machen wir heute also Waschtag. Martina geht ein ums andere Mal zu den Maschinen. Immer kehrt sie (immer etwas mehr) schlecht gelaunt zurück. Die Waschmaschinen sind besetzt, wobei in einer der Maschinen Wäsche schlummert, deren Waschvorgang schon seit mittlerweile 5 Stunden beendet war. Natürlich steht an dieser Maschine weder ein Wäschekorb noch sonst ein Behältnis, in das man die Wäsche hätte stopfen können, um die Maschine frei zu bekommen. Irgendwann reicht es meiner Holden aber dann und sie legt die Wäsche auf die Waschmaschine, um selbst waschen zu können.

Als wir nach der Waschzeit hingehen, um unsere Sachen zu holen, ist der Wäscheberg bereits gegenüber in die Spülbecken „gewandert“. Auch nicht schön, aber uns jetzt gerade herzlich egal. Eine Frau steht schon mit ihrer Wäschetüte bereit, um eine freie Maschine abzupassen. Auch sie lässt sich ordentlich darüber aus, dass es einige Leute mit ihren Mit-Campern wohl nicht so gut meinen, wenn man die Maschinen über Stunden blockiert. Sie selbst sei mittlerweile resolut und schmeißt alles aus der Maschine, was nach einiger Zeit nicht abgeholt wurde.

Die Temperaturen steigen aktuell wieder mächtig an. Es sollte kein Problem sein, die Wäsche trocken zu bekommen.

Am Platz gibt es neben Rezeption und Mini-Markt kein Restaurant. Aber es gibt das Currywerk. Wie der Name schon vermuten lässt, dreht sich alles um die Wurst. Auch wir probieren das einmal aus und ich hole eine Hexenplatte und einmal Süßkartoffelpommes. Beides schmeckt wirklich gut. Aus einer Laune heraus, habe ich die scharfe Variante der Currysoße gewählt. Hui, an der hat man doppelt seine Freude – schmeckt aber ebenfalls sehr gut.

Der Platz wird immer weiter erkundet , u.a. natürlich durch die Gassi-Runden mit Fila. Schade ist es, dass die Zufahrten zu den Platzbereichen meist nicht miteinander verbunden sind. So können wir nicht unsere beliebten Platzrunden gehen, sondern weichen meist nach außerhalb des Platzes aus. Dort gibt es ausreichend Möglichkeiten für Fila. Wir testeten bald die kleine und die große Gassirunde, wie sie vom Campingplatz empfohlen werden.

Bei der kleinen Runde verlässt man den Platz durch ein Drehkreuz (nur einseitiger Durchgang) und läuft quasi am Platzrand entlang und nutzt den Rad- und Wanderweg, der dort entlangführt. Bei der großen Runde verlässt man den Platz ebenfalls über das Drehkreuz, umrundet dann aber den Badesee. Man gelang später zum angrenzenden See, auf dem sich die Wasserskianlage befindet. Dort standen wir allerdings vor verschlossenen Toren. Da dies schon zu einer sehr fortgeschrittenen Zeit war und ein Umweg lt. Google-Maps auch einige Zusatzzeit in Anspruch nehmen würde, waren wir „not amused“.

Es stellte sich aber heraus, dass man einen weiteren Weg gehen konnte, der entlang des Sees führt. Hätten wir uns die Platzunterlagen genauer angesehen, wären wir auch schon vorher darüber aufgeklärt worden…. Haben wir aber nicht. Dort ist nämlich auch die Gassi-Runde im Plan verzeichnet. Dies war dann der etwas längere Verdauungsspaziergang. Zum Glück hatten wir vorher schon gegessen, ansonsten wäre ich wohl steil gelaufen.

Die Wasserskianlage an sich haben wir uns an einem Tag natürlich auch noch genauer angesehen. Man kann sich prima mit einem Eis in einen Strandkorb setzen und dem Geschehen zuschauen. Mittels Schleppleinen werden die Wassersportler einmal um den See gezogen. Verschiedene Sprungmöglichkeiten im Wasser können genutzt werden. Einige schaffen es auch die Runde zu vollenden. An der Haltung und am PLATSCH sieht man ganz gut, wer schon Übung hat. Oder anders: Je unerfahrener, desto Platsch!

Es sieht schon toll aus, wie einige übers Wasser jetten und den einen oder anderen Sprung machen. Diejenigen, die noch nicht so sicher auf den Brettern oder Boards sind, schwimmen dann an Land und müssen den Rundweg um den See zurück zum Startplatz laufen.

Neben den Einheimischen zählen auch viele Touristen zu den Gästen der Anlage. Der Parkplatz ist immer gut gefüllt und es ist immer was los.

An einem Nachmittag möchte ich meine Drohne steigen lassen. Ich gehe zur Rezeption und frage, ob ich sie auf dem Platz starten darf. Dies ist leider nicht erlaubt, aber der Chef empfiehlt mir zum Hundeplatz zu gehen, der sich in Richtung des vorgelagerten Parkplatzes befindet und somit außerhalb des eigentlichen Campingplatzgeländes. Von dort kann man gut ein Foto Richtung Platz schießen. Ein Überflug ist jedoch nicht gestattet. Kein Problem. Ich mache mich gleich auf den Weg. Am (leeren) Hundeplatz angekommen, schicke ich die Drohne 90 m nach oben und mache ein paar schöne Aufnahmen. Auch die nebenliegende Wasserskianlage bekommt man gut ins Bild und ich mache noch eine kleine Videosequenz.

DCIM100MEDIADJI_0109.JPG
DCIM100MEDIADJI_0110.JPG
DCIM100MEDIADJI_0111.JPG
DCIM100MEDIADJI_0112.JPG
DCIM100MEDIADJI_0114.JPG

Der Chef sowie auch die anderen Mitarbeiter*innen des Platzes sind wirklich alle sehr nett.

Umso verwunderter war ich über folgende Szenerie:

Ich war mit Lea zum Einkaufen gefahren. Als wir zum Platz zurückkommen, blockiert ein Volvo-Kombi die Schrankenzufahrt. Da wir zusätzlich zur Kennzeichenerkennung einen kleinen Sensor erhalten haben, denke ich noch, dass wahrscheinlich die Erkennung nicht funktioniert. Wahrscheinlich handelt es sich um jemanden, der heute angereist ist. Wir sehen, dass der Fahrer gestikulierend telefoniert. Dann wendet er in hektischen Zügen und donnert wieder zur Straße.

Zum gleichen Zeitpunkt kommt der Chef mit einem Klemmbrett in der Hand aus der Rezeption. Er guckt ganz ungläubig, als er sieht, dass der Volvo wegfährt, dann wirft er resigniert das Klemmbrett in die Luft…. Die Zettel lösen sich und flattern um ihn herum zu Boden.

Die Szenerie und auch sein Gesichtsausdruck besaßen eine solche Komik, dass Lea und ich nicht mehr können vor Lachen.

Den Hintergrund des Ganzen weiß dann Martina in Teilen zu berichten, die kurz vorher mit Fila dort entlangging. Der Volvo-Fahrer machte wohl mehrere Anläufe, um auf den Platz zu kommen. Immer wieder fuhr er an der Schranke vor und zurück, in der Hoffnung, dass sie sich das nächste Mal bestimmt öffnen wird. Der Chef kam dann zur Schranke und fragte ihn, wie viele Anläufe er denn noch machen wolle, bis er es kapiert, dass die Schranke nicht einfach aufgeht. Ob der Volvo-Fahrer jemanden besuchen wollte oder selbst nach einem Platz verlangte, können wir leider nicht berichten, da wir das ganze Ausmaß der Szenerie nicht erlebt haben.

Vergesst den Comedyclub – fahrt zum Campen!

Vielleicht sollte ich über den Platz noch etwas schreiben:

Wie schon geschrieben – die Zufahrt erfolgt über eine Schrankenanlage. Unmittelbar vorne befinden sich auch Rezeption, Mini-Markt, das Currywerk und ein Gebäude, in dem sich ein Fitnessbereich befindet und auch ein Zimmer, was für die Kinder und Jugendlichen bereitgestellt ist (über das Interieur kann ich nichts sagen, da ich nicht drinnen war. Auch die Ausstattung des Fitnessraumes blieb meinen Augen im wahrsten Wortsinn verschlossen).

Direkt hinter der Schranke gehen die Zufahrten zu den ersten Parzellen ab. Beim Currywerk entlang, geht es dann auch zum Badesee. Auf ein Rasenstück folgt ein feinsandiger Streifen.

Auf den See zugehend ganz links kann man Stand-Up-Boards und Tretboote ausleihen. Im Wasser befindet sich ein für die Kinder erkletterbarer „Eisberg“.

Folgt man dem Hauptweg des Platzes kommt man alsbald beim ersten Sanitärhaus vorbei. Toiletten und Duschen sind gut in Schuss, draußen befinden sich die überdachten Abwaschmöglichkeiten. Waschmaschinen und Trockner sind ebenfalls (in beiden) Sanitärhäusern zu finden.

 

Alles wird regelmäßig gereinigt. In der Hauptsaison kommen die Putzkräfte jedoch nicht immer gegen die Campinggäste an. Einige schwarze Schafe benehmen sich halt wie die Schweine oder lassen ihre Kinder alleine auf Toilette gehen, obwohl sie dies noch nicht richtig können….und so sieht es dann halt aus.

Weiter entlang des Hauptweges gehen immer wieder die Wege zu den verschiedenen Parzellen und Miet-Chalets ab. Bald trifft man auch auf Sanitärhaus Nummer 2.

Unser Platz befindet sich fast genau zwischen den beiden Sanitärhäusern. Morgens mit voller Blase den einen oder anderen Weg einschlagend, ist das schon eine kleine Herausforderung. Aber noch sind wir nicht in dem Alter, in dem wir unsere Bordtoilette in Betrieb nehmen müssen.

Der Platz hat auch eine Zeltwiese, einen Fußballplatz, einen Camper-Clean-Automaten und eine Fahrspur für die Wohnmobile, wo sie ihr Grauwasser entsorgen können.

Bevor man auf die Zufahrt des Platzes abbiegt, fährt man an einem kleinen Edeka-Markt vorbei. Direkt neben an ist eine Pizzeria.

Wir haben, wie schon geschrieben, einen der XL-Plätze gebucht. Neben reichlich Platz haben wir uns hier auch mehr Ruhe erhofft, als beim Südseecamp, der aufgrund seiner Zielgruppe schon ein wuseliger Familienplatz ist. In der Theorie trifft das auch zu. Wir stehen nicht direkt beim Einzugsgebiet zum See, nicht zu nahe am Sanitärhaus dran, also sollte alles passen.

Da haben wir jedoch nicht die Rechnung mit den Nachbarn gemacht. Insbesondere eine Familie mit zwei Kindern, die ein paar Tage später neben uns den Platz beziehen, nervt gewaltig. Obwohl, ich möchte ihnen nicht unrecht tun – lediglich die kleine Tochter möchte ich mitunter unter Wasser drücken, bis es nicht mehr blubbert….   (Keine Sorge, hier spricht nur der zermürbte Sarkast aus mir). Dieser kleine Brüllaffe kann nicht normal reden, insbesondere wenn er seinen Willen nicht bekommt. In einer Tonlage, bei der Singvögel tot vom Baum fallen, quengelt und SCHREIT die kleine Kröte, bis endlich alle nach ihrer Pfeife tanzen. Die Eltern könnten sich massiv Zeit sparen, da sie eh komplett inkonsequent sind. Letztendlich obsiegt die Tochter immer über ihre Eltern.

Oder, wie die Hundetrainer sagen: Eine gute Konditionierung dauert 10-12 Wochen. Ihre Eltern trainiert sie bestimmt schon länger.

Aufgrund der hohen Temperaturen verschieben sich unsere Gewohnheiten (Essen, Abwasch, Gassigehen….) meist in die späteren Stunden. Dank eines Baumes liegt unser Vorzelt morgens/vormittags im Schatten und wir können gemütlich frühstücken, ohne dass sich die Hitze bereits im Vorzelt staut. In der Zeit von Mittags bis ca. 15:00 Uhr knallt die Sonne jedoch gnadenlos auf uns herunter. Danach erhalten wir wieder Schatten von der gegenüberliegenden Heckenseite und dem Baum, der dort steht. Dann heißt es Stühle raus und im Schatten bequem machen. Fila wird von uns regelmäßig mit frischem Wasser versorgt, was sie dankbar annimmt. Gerade, wenn es „frisch gezapft“ und noch kühl ist, schlappert sie genüsslich. Ansonsten ist sie meist unter dem Wohnwagen zu finden, um dort der Sonne zu entfliehen.

Eine gute Idee ist natürlich das Baden im See, der einem eine schöne Abkühlung ermöglicht. Das Wasser ist erfrischend, aber angenehm temperiert. Die Kids schwimmen gerne zum Klettereisberg, der im See verankert ist. Viele haben ihre SUP’s mitgebracht und andere aufblasbare Gegenstände. Der See hat eine schöne Größe. Eine kleine, vorgelagerte Insel kann schwimmend oder aber auch mit dem Floß erreicht werden.

Als wir neulich unseren Abwasch gemeinschaftlich erledigen, stellen wir fest, dass eine zweite Abwaschschüssel nicht so schlecht wäre.

Gesagt, getan. Google Maps wird zu Rate gezogen. 15 Minuten von uns entfernt ist ein Campingausstatter.

Martina und ich fahren rasch einmal hin. Fila bleibt bei Lea am Platz.

In einem Industriegebiet finden wir den Laden. Auf einem rumpeligen Gelände stehen ein paar gebrauchte Wohnwagen zum Verkauf. In so einer Art Lager befindet sich der Campingshop.

Wir treten ein und gehen zunächst an einer Anlieferzone vorbei. Also, in der Theorie könnte man bestimmt dort Ware annehmen. Der ganze Bereich ist aber so mit Kartons und Verpackungen zugestopft, dass ich das bezweifle. Weiter drinnen ist tatsächlich einer Art Laden erkennbar. Vorne im Bereich der Kasse setzt sich das Chaos fort. Ein recht individuelles Ablagesystem könnte man es bestenfalls nennen….

Im Laden selbst ist die Ware auch eher individuell angeordnet. Genies überblicken das Chaos – das scheint hier das Motto zu sein.

Eines dieser Genies, in Form des Besitzers, erscheint dann auch auf der Bildfläche und fragt uns nach unseren Wünschen. Als er hört, dass wir lediglich nach einer Abwaschschüssel schauen möchten, meint er: „Wie jetzt? Ihr sollt mir den Laden leer kaufen.“

Auf diese Idee wäre ich jetzt nicht gekommen.

Weglaufen? Ja, vielleicht.

Desinfizieren? Ja, ganz sicher.

Aber leerkaufen? Nein, eher nicht.

Der Besitzer ist, wie sich herausstellt ein Verkäufer der alten Schule. Er hat zu jedem Produkt, was man auch nur ansieht, eine Story parat. Außerdem scheint er froh zu sein, mal wieder einen Gesprächspartner zu haben. Er erzählt uns u.a., dass er sowohl in Spanien als auch in Deutschland ein Geschäft habe. Später erzählt er auch noch, dass er Inselrundfahrten auf den Canarischen Inseln anbietet…. Ein Tausendsassa. Oder vielleicht ein Hallodri? Aber unterhaltsam ist er durchaus.

So ein Laden kann für den handwerklich begabten Camper auch eine Goldgrube sein, denn dort findet man auch Kleinstteile, die man für eine Reparatur benötigt. Jedem das seine.

Wir begeben uns mit unser neuen lila (dafür kann ich wirklich nichts!!) Waschschüssel zurück zum Platz.

Kulinarisch haben wir es uns natürlich auch gutgehen lassen. Natürlich wurde der Grill ein paar Mal genutzt, aber auch unser Omnia kam zum Einsatz. Es gab Pizzabrötchen – sehr lecker.

In der Nähe des Platzes gibt es einen Hofladen, die ihre Produkte auch vor Ort verkaufen. Neben Eiern, Gemüse, Wurst und Marmeladen, gibt es auch verschiedene Suppen in Einweckgläsern sowie Schweinefleisch aus regelmäßiger Schlachtung. Zum Grillen nahmen wir hier ein paar Nackensteaks mit, die wirklich sehr gut waren. Wenn man auf den Hof fährt, muss man echt aufpassen, dass man nicht eines der vielen Hühner, Gänse usw. erwischt. Ja, Tierwohl hat hier seine Bedeutung.

Rindfleisch zum Grillen haben wir bei der Fleischtheke bei Edeka in Vlotho geholt. Dort gibt es eine sehr gute Qualität (Achtung, Insider-Tipp).

Um unseren kulinarischen Horizont noch zu erweitern, machen wir uns eines Nachmittags auf den Weg zum Kloster in Möllenbeck. Dort gibt es ein nettes Cafe‘ und der Kuchen soll sehr lecker sein. Die Idee, dies an einem Sonntag zu machen, war jedoch nicht die allerbeste. Es war richtig was los. Die Tische, die im Schatten großer Bäume aufgestellt sind, waren alle belegt. Das Publikum war meist jenseits der 60 und bewies ordentlich Sitzfleisch. Wir gingen mit Fila einmal um das Kloster herum und etwas spazieren, mussten dann jedoch unverrichteter Dinge wieder abziehen.

Gar nicht so weit entfernt vom Campingplatz ist das Kaiser-Wilhelm-Denkmal bei Porta-Westfalica. Wo wir schon mal in der Nähe sind…., dachten wir, waren dann aber froh den Ausflug gemacht zu haben. Können wir jeden nur empfehlen.

Einen weiteren Ausflug machten wir Richtung Hameln. Hameln hat eine schöne Altstadt mit Fachwerkhäusern. Wir fuhren den „Parkplatz an der Weser“ an. Dieser nimmt eine Tagesgebühr von 2 Euro, welche man gleich bei der Zufahrt an der Schranke passend einwerfen muss. Wahrscheinlich eine der günstigeren Parkmöglichkeiten. Entlang der Weser gingen wir dann zu einer Unterführung, durch die man in die Altstadt gelangt. Uns schallte laute Schlager-Musik entgegen. Ein „Straßenmusiker“ hatte dort seine Soundanlage aufgebaut und verwurstete einen Schlager nach dem anderen. Meine Mädels guckten mich sogleich mit diesem Nun-werde-nicht-wieder-peinlich-Blick an, als ich sagte „Ich spüre Rhythmus“ und tänzelte hinter ihnen her. Sie fanden das gar nicht lustig. Ich schon.

Die Beiden nutzten gleich die diversen Shoppingmöglichkeiten, als wir in der Altstadt ankamen – es sind halt Profis.

Fila und ich ließen uns derweil im Schatten nieder und sahen dem bunten Treiben zu. An einer Stelle waren ein paar Plattformen, aus denen mehr oder weniger hoch kleine Wasserfontänen emporsprangen. Das war DER Hit für die Kids, die zwischen den Fontänen hin und her flitzen und sich so abkühlen konnten. Bei der Statue vom Rattenfänger machen wir natürlich auch unseren Pflichtbesuch. Die Ratten haben sich in Hameln wieder breitgemacht. Sie sind überall als Relief auf den Wegen der Altstadt zu sehen. Eine nette Idee.

Der Tag unserer Abfahrt rückt näher. Am Vortag bauen wir schon einmal den Vorzelt-Anbau ab. und verstauen die ersten Dinge, die wir nicht mehr brauchen.

Traditionell gibt es am letzten Abend auf dem Platz Pizza zum Abendessen. Telefonisch bestellen wir Sie bei der Pizzeria, die sich kurz vor der Platzzufahrt befindet.

Die Pizza erhält von uns das Siegel „Ok.“.

Am nächsten Morgen bauen wir dann den Rest ab und zusammen. Als alles verstaut ist, schauen wir uns noch einmal die berüchtigte Kurve an, um die wir fahren müssen. Unser Parzellennachbar hat extra sein Auto ein Stück zurückgefahren, so dass wir den Platz seiner Parzelle mit nutzen können, um zu rangieren. Die Familie, die vor ihm auf der Parzelle war, hat bei der Abfahrt vorgemacht, wie es nicht geht. Bei der Abfahrt um die Kurve rasierte der Wohnwagen ordentlich die Hecke und der hintere Schweller wurde beschädigt. Während „Mann“ stoisch die Hecke rasierte, schrie seine Frau wie am Spieß er solle anhalten, blieb aber ungehört. Dem Beispiel wollen wir nicht folgen…

Meine Mädels und unser Nachbar schauen also genau, ob Gefahr im Verzug ist, als ich um die Kurve biege. Es war ganz schön knapp, aber wir kamen dann gut auf die Gerade. Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle an unseren hilfsbereiten Nachbarn!!

Jetzt sollte es eigentlich keine Hürden mehr geben.

Denkste!

Mir kommt ein Bulli mit Anhänger entgegen, der nicht ausweichen kann…. Ich setze also vorsichtig mit dem Wohnwagen zurück, bis der Bulli über eine (zum Glück inzwischen leere) Stellplatzwiese ausweichen kann. Puh! Geschaft.

Ich fahre weiter. Dann kommt mir ein Wohnwagengespann entgegen……

Halloooohooooo! Bin ich bei der versteckten Kamera, oder was????

Dasselbe Spiel also noch einmal. Zum Glück klappt auch das Rückwärtsrangieren gut. Als auch Gespann Nummer 2 vorbei ist, sehe ich zu, dass ich auf den Hauptweg des Platzes komme, was auch ohne weitere Zwischenfälle gelingt.

Unser Fazit zum Platz:

Anfahrt:

Dank Kennzeichenerkennung ist die Anfahrt kein Problem. Bis zum Platz ist alles gut ausgeschildert. Es gibt außerdem einen Wartestreifen vor der Schranke für ankommende Gäste. Selbst wenn dieser voll ist, kann man sich auf Höhe des vorgelagerten Parkplatzes gut an die Seite stellen: 4 Sterne

Orientierung auf dem Platz:

Der Platz ist größer, als man auf den ersten Blick denkt. Trotzdem fällt einem die Orientierung aufgrund der Anordnung leicht: 5 Sterne

Personal:

Das gesamte Personal ist sehr freundlich und zuvorkommend: 5 Sterne

Freizeitangebote:

Zwei Kinderanimateure machen den Kindern / Jugendlichen den Tag kurzweilig. Der See ist natürlich die „Hauptattraktion“ des Platzes. Egal ob Schwimmen, Tretboot, SUB oder der Kletter-Eisberg, im oder auf dem Wasser fühlt man sich wohl. Neben dem Platz gibt es ja dann noch die Wasserskianlage, welche immer gut besucht war. Ein paar Spielplätze waren auch vorhanden: 4 Sterne

Direkte Umgebung:

Rinteln und Hameln ist durchaus einen Besuch wert. Rinteln hat z.B. einen schönen Beach-Club an der Weser. Weitere Ausflugsziele sind nicht weit entfernt: 4 Sterne

Einkaufsmöglichkeiten:

Der Mini-Markt am Platz hat nur das Notwendigste im Angebot. Der kleine Edeka-Markt, der fußläufig gut zu erreichen ist, hat natürlich nicht das Riesen-Sortiment, aber auch hier findet man das Notwendigste. Wer mehr Auswahl möchte, muss zum einen der größeren Supermärkte (REWE, Edeka, Lidl…usw.) fahren. Brötchen kann man entweder im Mini-Markt vorbestellen (waren von ganz guter Qualität und die Auswahl war gut, nicht diese typischen Backlinge ohne Geschmack, wie man sie sonst gerne angeboten werden) oder im Edeka kaufen: 3 Sterne

Stellplatz:

Unser XL-Stellplatz macht seinen Namen alle Ehre. Auch die Standard-Stellplätze haben eine gute Größe. Die Stellplätze sowie Hecken, Büsche und Bäume sind gut gepflegt: 4 Sterne

Sanitärhäuser:

Die Sanitärhäuser sind in einem guten Zustand und sauber. Das Reinigungspersonal ist mehrmals am Tag zugange: 4 Sterne

Somit kommen wir in Gänze auf eine 4-Sterne-Bewertung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen